Technologiegestützte Technologievorausschau – Zukunftsszenarien mit digitalen Mitteln gemeinsam gestalten, dekonstruieren und neu konstruieren

Aktivität: Vortrag ohne Tagungsband / VorlesungPräsentation auf einer wissenschaftlichen Konferenz / Workshop

Beschreibung

Wir wollen das Potenzial generativer KI für partizipative und ko-kreative Visionsprozesse untersuchen, um reflexivere, inklusivere und effektivere Praktiken der gemeinsamen Wissensproduktion mit Akteuren der Zivilgesellschaft unter einem breiteren transformativen Blickwinkel zu entwickeln. Zu diesem Zweck werden wir eine spezifische Workshop-Übung entwickeln, die auf einer Reihe von Interventionen basiert, die in einer generativen KI-Umgebung modelliert wurden. Diese Interventionen bestehen aus Aufforderungen, Szenarien und interaktiven Übungen, in denen die Teilnehmer mit Hilfe von KI-Tools gemeinsam Zukunftsvisionen entwickeln.

Durch die Kombination von Methoden aus der kritischen Zukunftsforschung (wie CLA, Hermeneutic TA oder dem Futures Circle) mit Gen-KI-Anwendungen untersuchen wir die Möglichkeiten KI-gesteuerter Co-Creation-Prozesse, um in einem reflexiven Modus die Zukunft der Menschheit mit und durch KI neu zu denken. Auf der Grundlage neuerer Erkenntnisse über die sich wandelnde Rolle der KI in partizipativen Prozessen strukturieren wir das Engagement um drei unterschiedliche Rollen für die KI. (1) KI als Muse, um die Vorstellungskraft anzuregen und kreatives Erkunden zu fördern. (2) KI als Co-Pilot, um die Teilnehmer bei der Synthese, Verfeinerung und Weiterentwicklung ihrer Ideen zu unterstützen. (3) KI als Unterstützung für kritische Reflexion, die es ermöglicht, Annahmen und Vorurteile zu hinterfragen. Diese Rollen ermöglichen es uns, zu untersuchen, wie generative KI partizipative Zukunftsforschung bereichern kann, und gleichzeitig kritische ethische und epistemische Herausforderungen ans Licht zu bringen.

Mit diesem Workshop zum gemeinsamen Gestalten einer Zukunftsvision auf der Grundlage von Mensch-Maschine-Interaktionen wollen wir gemeinsam mit lokalen Akteuren der Zivilgesellschaft empirisch und kooperativ die ethischen, soziotechnischen und epistemischen Herausforderungen bewerten, die sich bei der Integration generativer KI in partizipative Visionierungsprozesse ergeben. Die Teilnehmer werden aktiv in die Bewertung sowohl der Potenziale als auch der Grenzen der KI-gestützten Visionierung einbezogen, um gemeinsam einen Rahmen zu entwickeln, der die Bedingungen für eine verantwortungsvolle und sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI behandelt.
Zeitraum26 Sept. 2025
Gehalten amLeipzig University, Deutschland
BekanntheitsgradInternational

Research Field

  • Societal Futures
  • Innovation Policy and Transformation

Schlagwörter

  • KI
  • Partizipation
  • Foresight
  • Futuring