Abstract
Die Einführung digitaler Technologien in Organisationen verändert Arbeitspraktiken und birgt Potenzial. Jedoch reproduzieren diese oft (geschlechtsspezifische) Ungleichheiten, verstärkt durch eine männlich dominierte Technologieentwicklung. Um das transformative Potenzial zu nutzen, ist eine aktive Gestaltung digitaler Veränderungsprozesse entscheidend. Partizipative Ansätze ermöglichen die Einbindung unterrepräsentierter Gruppen, insbesondere Frauen in weniger digital geprägten Berufen. Dieser Artikel präsentiert zwei Fallstudien als praktische Anwendungen partizipativer Methoden. Organisation A konnte durch die Digitalisierung eines Arbeitsprozesses die Produktivität bedeutsam steigern. In einem Workshop wurden Herausforderungen deutlich, darunter Machtverschiebungen zugunsten männerkonnotierter Arbeitsbereiche und der Verlust informellen Wissens weiblicher Beschäftigter. In Organisation B wurde eine digitale Kollaborationsplattform eingeführt, die von (den vor allem weiblichen) Sekretär:innen jedoch unzureichend genutzt wird. In einem Workshop wurden das Potenzial und der Wunsch nach Beteiligung dieser Gruppe bereits bei der Einführung neuer technologischer Anwendungen durch eine Vielzahl formulierter Ideen deutlich. Wir reflektieren über die angewandten Forschungspraktiken und geschlechtsbezogene Arbeitsdynamiken. Darauf aufbauend formulieren wir praktische Empfehlungen zur Nutzung geschlechtsspezifischer partizipativer Methoden in einem digitalen Transformationsprozess.
Originalsprache | Deutsch |
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Seiten (von - bis) | 91-114 |
Fachzeitschrift | Arbeit - Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik |
Volume | 33 |
Issue | 3 |
DOIs | |
Publikationsstatus | Veröffentlicht - 13 Nov. 2024 |
Research Field
- Former Research Field - Experience Business Transformation
Schlagwörter
- Partizipation
- digitale Transformation
- Gender
- Diversität