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Development of biogas power plant models based on statistical methods

  • TU Wien

Research output: ThesisMaster's Thesis

Abstract

Um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen, ist ein diversifiziertes und robustes Energieversorgungssystem unerlässlich. Biogasanlagen können hierzu einen bedeutenden Beitrag leisten, indem sie organische Substrate unter kontrollierten anaeroben Bedingungen in ein methanhaltiges Gasgemisch überführen, das anschließend in Blockheizkraftwerken zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Die Funktionsweise solcher Anlagen lässt sich jedoch nicht in das konventionelle energetische Wandlungsparadigma einordnen, das durch direkte Umwandlungsprozesse - wie etwa bei Brennstoffzellen oder Batteriespeichern - charakterisiert ist. Die Biogaserzeugung beruht vielmehr auf einem komplexen biochemischen Prozess, der derzeit üblicherweise mittels hochdetaillierter und rechenintensiver anaerober Vergärungsmodelle oder durch Verfahren des maschinellen Lernens beschrieben wird. Letztere neigen jedoch dazu, physikalische Zusammenhänge und betriebsrelevante Qualitätsindikatoren zu abstrahieren, was die Vorhersage des Anlagenverhaltens unter variablen und strategisch angepassten Betriebsbedingungen erheblich erschwert. Diese Arbeit befasst sich mit dem oben genannten Problem, indem sie Methoden einführt, die auf numerischen und statistischen Überlegungen beruhen, um die Korrelationen und wechselseitigen Auswirkungen der verschiedenen Komponenten von Biogaskraftwerken zu visualisieren und mathematisch zu erfassen. Dies wird durch die Anwendung von verzögerten Kreuzkorrelationstests und Binning erreicht. Anschließend werden physikalisch basierte Modelle vorgestellt, die sowohl die Biogasproduktion als auch die Biogasentnahme in Abhängigkeit von einstellbaren externen Parametern, d.h. elektrischer Energie und Fütterung, erfassen. Die automatisierte Leistungsregelung der Anlage wird ebenfalls berücksichtigt. Dabei werden Nachschlagetabellen verwendet, um ein geschlossenes Regelkreissystem zu etablieren, das vollständig durch die Anpassung der Menge, Qualität und des Zeitpunkts der organischen Zuführungen steuerbar ist. Die Biogasproduktionsrate verwendet den bewährten Ansatz der modifizierten Gompertz-Funktion, um eine datengesteuerte Parameteranpassung durchzuführen. Dabei wird der mittlere quadratische Fehler zwischen den vorverarbeiteten Rohmessdaten und der Simulationsvorhersage minimiert. Die praktischen Auswirkungen der Datenqualität werden ebenfalls erörtert, ebenso wie das Potential davon, Daten mit größerer Genauigkeit zu erfassen. Die Simulationsergebnisse werden mit Daten aus einem realen Kraftwerk im burgenländischen Weingraben verglichen.
Original languageEnglish
QualificationGraduate Engineer (DI)
Awarding Institution
  • TU Wien
Supervisors/Advisors
  • Strasser, Thomas, Supervisor
Award date24 Feb 2026
Place of PublicationWien
DOIs
Publication statusPublished - 2026

UN SDGs

This output contributes to the following UN Sustainable Development Goals (SDGs)

  1. SDG 7 - Affordable and Clean Energy
    SDG 7 Affordable and Clean Energy
  2. SDG 9 - Industry, Innovation, and Infrastructure
    SDG 9 Industry, Innovation, and Infrastructure
  3. SDG 13 - Climate Action
    SDG 13 Climate Action

Research Field

  • Hybrid Power Plants

Keywords

  • Biogas Power Plant
  • Modelling
  • Statistical Methods

Fingerprint

Dive into the research topics of 'Development of biogas power plant models based on statistical methods'. Together they form a unique fingerprint.

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